Fachbereich Sport am OSZ Farbtechnik und Raumgestaltung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Rechtsvorschriften Stoffverteilungsplan

Stoffverteilungsplan

E-Mail Drucken PDF

Stoffverteilungsplan Sport

In Anlehnung an den Rahmenplan für Unterricht und Erziehung an der Berufsschule, Berufsfachschule, Fachoberschule, Berufsoberschule und Fachschule (Fach: Sport/Gesundheitsförderung) vom Juli 2014 wurde von uns der nachfolgende Stoffverteilungsplan erstellt, der ab dem 01.10.2014 für unsere Schule gültig ist. Dieser Stoffverteilungsplan gilt für:

1. vorberufliche Bildungsgänge (IBA G - ehemals BQL)
2. Berufsfachschule (IBA E - ehemals OBF und GTA)
3. Fachoberschule (OF und FOS)

Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass der Anspruch an den Sportunterricht bei den Schüler/-innen der Fachoberschule und der Berufsfachschule höher angesetzt werden kann, als bei den Schüler/-innen der vorberuflichen Bildungsgänge. Folgende Zeiten sind für den Sportunterricht vorgesehen:

- einjährige IBA G und IBA E  wöchentlich 2 Stunden (80 Stunden)

- dreijährige GTA wöchentlich 2 Stunden (240 Stunden)

- zweijährige OF wöchentlich 1 Stunde im ersten Jahr, 2 Stunden im zweiten Jahr (120 Stunden)

- einjährige FOS wöchentlich 2 Stunden (80 Stunden)

Aus organisatorischen Gründen (Hallenkapazität, Stundenplan) wird der Unterricht bei den Schüler/-innen der zweijährigen OF im ersten Jahr 14-tägig erteilt. Daher können dort auch weniger Ziele und Inhalte vermittelt werden. Der Stoffverteilungsplan orientiert sich an den tatsächlich zu erteilenden Sportstunden.

Die besondere Situation des Sportunterrichts macht es erforderlich, dass der Stoffverteilungsplan nicht detailliert für jede Stunde konkrete Inhalte und Ziele vorgibt, sondern dem Lehrer einen Ermessensspielraum einräumt, den er je nach Unterrichtssituation flexibel handhaben kann. Denn oftmals behindern konkret vorgegebene Unterrichtsstunden deren Umsetzung, da die Schüler/-innen z.B. nicht in der gewünschten/benötigten Zahl anwesend sind, ihr Sportzeug vergessen haben, durch Krankheit sportunfähig sind oder bei bestimmten Vorgaben nicht mitmachen, weil es ihnen „keinen Spaß“ macht. Der Stoffverteilungsplan stellt somit nur eine „grobe Richtlinie“ zur Verfügung, an der sich die Kollegen orientieren können.


Grundsätze zur Unterrichtsgestaltung in den einzelnen Bildungsgängen


IBA G und IBA E

Da der Unterricht durch ein mehrwöchiges Praktikum unterbrochen wird, ist eine zielgerichtete Planung schwierig. Dennoch sollen die Schüler/-innen ein breites Sportangebot kennenlernen, das durch eine offene Unterrichtsgestaltung umgesetzt wird. Viele IBA E-Schüler/-innen wechseln nach ihrem MSA in den Ausbildungsgang der Gestaltungstechnischen Assistenten (GTA). Damit sich die Inhalte nicht zu stark wiederholen oder überschneiden, wird hier auf eine Schwerpunktsetzung verzichtet.

GTA

In diesem Bildungsgang ist ein Sportschwerpunkt pro Halbjahr vorgesehen. Durch die dreijährige Ausbildung sollen die Schüler/-innen insgesamt sechs Schwerpunkte vermittelt bekommen. Dennoch bleibt noch genügend Raum, um weitere Sportangebote zu machen.

FOS

Um den Schüler/-innen im einjährigen Bildungsgang der FOS ein möglichst breites Sportangebot zukommen zu lassen, sollen im ersten Halbjahr zwei Schwerpunkte angeboten werden. Aufgrund des verkürzten zweiten Halbjahres (Prüfungen!) soll hier nur ein Schwerpunkt angeboten werden. Dennoch soll auch hier noch genügend Raum für zusätzliche Sportangebote bleiben.

OF
Hier wird der Sport im ersten Jahr 14-tägig angeboten. Für die Ausübung eines Schwerpunktes ist dies ungeeignet. Daher soll im ersten Jahr ein breit gefächertes Sportangebot stehen, im zweiten Jahr wie in der FOS zwei Schwerpunkte im ersten und ein Schwerpunkt im zweiten  Halbjahr angeboten werden.


Kompetenzvermittlung

Grundlage des Rahmenplans ist die Entwicklung von unterschiedlichen Handlungskompetenzen, zu denen im Allgemeinen die Fachkompetenz, die Sozialkompetenz, die Personalkompetenz und die Methoden- und Lernkompetenz zählen. Darüber hinaus sollen jedoch noch weitere Kompetenzen gefördert werden, die über die verschiedenen Inhalte des Sportunterrichts vermittelt werden. Dazu zählen:

 

Nr.

Kompetenzen

Inhalte

1

Gesundheit fördern

Neben theoretischen Grundlagen der Sportpraxis gilt es, Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitsübungen in unterschiedlichen Formen zu vermitteln, ebenso wie kompensatorische Bewegungsangebote wie Entspannungstechniken, Zweck- und Funktionsgymnastik, Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik und Sportmassage. Grundlagen sportbezogener gesunder Lebensführung zur Ernährung, Körperpflege und Hygiene gehören ebenso dazu wie Methoden und Verfahren zur Vermeidung von Sportverletzungen und zur Unfallverhütung durch Übungen zur allgemeinen Fitness, Stretching, Erwärmung, Helfen und Sichern.

2

Wahrnehmungsfähigkeit ausbilden

Die Eigen- und Fremdwahrnehmung steht hierbei im Vordergrund. Inhaltlich wird dies vermittelt durch Aufgaben zur Wahrnehmungsschulung und Selbsterfahrung durch Körperhaltung, funktionsgerechtes Bewegen, Gleichgewichtsübungen und Entspannungstechniken aber auch durch Wahrnehmung konditioneller und koordinativer Fähigkeiten im Grenzbereich in unterschiedlichen Anforderungsbereichen. Das Bewegungssehen wird durch Bewegungsbeschreibungen und Fehleranalysen, Spielbeobachtung, Spielanalysen, Wechsel von Spannung und Entspannung und Belastungswechsel geschult.

3

Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit ausbilden

Da bei uns in allen Bildungsgängen koedukativ unterrichtet wird, ist dieser Punkt besonders wichtig hinsichtlich eines reibungslosen Ablaufs des Sportunterrichts. Daher ist es zwingend notwendig, das  Soziale Miteinander durch  Kommunikations- und Kooperationsspiele, Absprachen, Mannschaftsbildung, Spielregeln, Planung und Gestaltung von Unterrichtssequenzen und Übernahme von Aufgaben und Funktionen zu schulen, was in erster Linie durch den Bereich der Sportspiele abgedeckt wird. Teamarbeit, Partner- und Gruppenarbeit bilden dabei die Grundlage.

4

Verantwortlich handeln

Verantwortung übernehmen heißt den ersten Schritt zu einem sicheren Sportunterricht zu machen. Denn verantwortliches Handeln schützt vor Risiken und Unfällen. Dies wird gewährleistet durch Helfen und Sichern im Turnen, Schiedsrichtertätigkeiten in Sportspielen, Einhalten bestimmter Verhaltensweisen bei der Gruppenakrobatik, Üben von speziellen Sicherheitstechniken beim Turnen, Klettern und speziellen Gerätearrangements und  Fairness.

5

Bewegungsformen und Bewegungsräume entdecken und erleben

Die Erweiterung des sportlichen Handlungsspielraums wird in erster Linie durch neue Sportarten und Geräte oder neue Bewegungsformen gewährleistet. Dazu zählen: Rollbrettfahren, Orientierungslauf, Entspannungstechniken, Rückenschule, Fußball-Tennis, Futsal, Tchoukball aber auch Intercrosse, Ultimate Frisbee, Slackline u.a.

6

Bewegungen gestalten, sich körperlich ausdrücken

Diese Kompetenz eignet sich eher für die Bildungsgänge mit etwas erfahreneren Schülern (GTA, OF, FOS), die sich neuen Ausdrucksformen eher öffnen und ausprobieren wollen. Dazu zählen Akrobatik, Aerobic, Stepp-Aerobic, Tae-Bo und Schatten-Theater.

7

Leistungsorientiert handeln, Belastungen erfahren und reflektieren

Leistungsorientierte Messungen lassen sich in fast allen Sportarten durchführen. Sie dienen auch der Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens. In der Leichtathletik findet dies im Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen in der Halle und diversen Laufdisziplinen (75 m-Sprint, Ausdauerlauf, 12-Min.Lauf, u.a.) statt. Beim Turnen erfahren die Schüler ihre Grenzen im Bodenturnen, an den Schaukelringen, am Barren und am Reck. Auch schulinterne und externe Turniere sind geeignet, sein eigenes Leistungsniveau im Vergleich zu anderen zu reflektieren.

8

Handlungsregeln und Handlungsstrategien entwickeln

Das Erweitern, Verändern und Erfinden von Regeln steht im Vordergrund. Dazu bieten sich insbesondere die neuen Spielformen an (siehe Punkt 5) oder selbst entwickelte Spiele. Aber auch alle bestehenden Spiele können durch neue Regeln einen anderen Charakter bekommen, wodurch neue Strategien notwendig werden, das Spiel zu gestalten. Eine Reflexion hilft, Entscheidungen zu überprüfen, zu bewerten und zu verbessern. In bestehenden großen u. kleinen Sportspielen und Rückschlagspielen helfen taktische Überlegungen, komplexe Bewegungsaufgaben zu lösen.

 

 

Kompetenz-

bereiche

Inhalte

Bildungsgänge



Vorberufliche Bildungsgänge

Berufsfachschule

Fachoberschule


IBA G

IBA E

GTA

OF

FOS


Einführung in die Sporthalle:


1,3,4

Verhaltensregeln; Verschluss der Umkleideräume, Aufbewahrung der Wertsachen, Verhalten nach Unfällen, Duschen, Sicherheitsbestimmungen und Fluchtwege, Bewertungsgrundsätze, kleine Spiele

X

X

X

X

X


Gesundheitssport:


1,2

Erwärmung, Stretching, Zweck- und Funktionsgymnastik mit u. ohne Geräte

X

X

X

X

X


1,2,5

Rückenschule: Beobachten von Bewegungen (berufl., sportl. od. alltägl.). Analysieren: physiologische/unhysiologische Belastungen der Wirbelsäule, Wirbelsäulengymnastik X X X X X

1,2,6,8

Ausdauertraining: Grundlagen Herz-Kreislauftraining, Entwickeln von Laufrallyes, Herzfrequenzmessung, Intervall-Trainingsmethoden, Staffeln, Hindernisläufe, Aerobic, Step-Aerobic, Tae-Bo

X

X

X

X

X


1,2,7

Fitnesstraining: Kraftzirkeltraining an Stationen, Krafttraining

X

X

X

X

X


1,2,5

Entspannungstechniken: Tennisballmassage, progressive Muskelentspannung nach Jakobson, Körperreise, Phantasiereise, Atementspannung u.a.

X

X

X

X

X


Leichtathletik:


7


12-Minuten-Lauf: Ausdauerleistungstest


X


X


X


X


X


7 Hochsprung: Einführung des Fosbury-Flop über' s Seil, Zachariaslatte u. Latte, Wettkampf mit Messung X X X X
7 Weitsprung: Ermitteln der richtigen Anlaufentfernung, Absprung, Fluphase u. Landung, Wettkampf mit Messung

X


X


X


X


7

Kugelstoßen in der Halle mit Medizinball oder Hallenstoßkugeln und/oder Metallkugeln auf dem Platz

X


7

75-m-Sprint: Übungsformen zur Verbesserung der Trittgeschwindigkeit, Köpervorlage u. des Tiefstarts, Einstellen der Startblöcke, Körperhaltung, Sprint mit Messung

X


Turnen:


1,2,4,7

Bodenturnen: Helfen u. Sichern, Rolle vw, rw., Handstand, Handstandabrollen, Rad, Radwende, Rolle rw. in den flüchtigen Handstand, Flugrolle, für Fortgeschrittene: Handstütz-Überschlag, Salto vw., Flick-Flack

X

X

X


1,2,4,7

Barrenturnen: Grundfertigkeiten: Stütz, Oberarmhang, Kipplage, Kipphang. Helfen u. Sichern. Vorbereitende Übungen zum Erlernen der Stützfähigkeit. Schwingen im Stütz, Kehre, Wende, Kippe in den Grätschsitz am Barrenende, Schwingen im Oberarmhang, Rolle vw.



X

X


1,2,4,7

Ringeturnen: Helfen u. Sichern, Pendeln im Laghang, Stemmumschwung in den Sturzhang, Stemmaufschwung, Schleudern, Salto rw. (für Fortgeschrittene), Schaukelringe

X

X


1,2,4,7

Reckturnen: Helfen u. Sichern, Aufschwung, Felgunterschwung, Hüftumschwung rw.vl.u. vw.vl, Kippaufschwung, Kippaufschwung aus dem Stütz (für Fortgeschrittene)

X

X


Große und kleine Sportspiele:


2,3,4,5,8

Fußball/Futsal: Grundlagen: Spielregeln in der Halle. Technik u. Taktik im Spiel: Passen, Stoppen, Dribbeln in spielnahen Situationen. Spiel auf Kleinfeldtore (Halle) o. große Tore (Platz)

X

X

X

X

X


2,3,4,8

Basketball: Grundlagen: reduzierte Regeln, Passen, Fangen, Sternschritt, Positionswurf, Korbleger. Entwickeln basket-ballspezifischer Techniken. Spiel auf zwei Körbe, Spiel auf einen Korb (Streetball)

X

X

X

X

X


2,3,4,8

Volleyball: Grundlagen: Spielregeln, Spielablauf, Zählweise. Übungstechniken u. -taktiken: Untere u. obere Aufgabe, Pritschen, Baggern, Stellung im Spielfeld, Funktion der einzelnen Positionen

X

X

X

X

X


2,3,4,8 Handball: Grundlagen: reduzierte Regeln, Spielfeld. Übungstechniken: Passen, Fangen, Abwehr u. Angriff, Tempogegenstoß, Spiel auf zwei Tore X X
X
X

2,3,4

Hockey/Floorball: Grundlagen: reduzierte Regeln, Spielfeld. Technik u. Taktik im Spiel: Schlägerhaltung, Sicherheitshinweise, Ball/Puck führen, stoppen u. spielen, Spiel auf zwei kleine Hockeytore

X

X

X

X

X


3,4,5

Tchouk-Ball: Grundlagen: Regeln, Spielfeld, Zählweise.

X

X

X

X

X


3,4,5

Intercrosse: Grundlagen: Regeln, Covern, Spielfeld, Zählweise.

X

X

X


3,4,8

Vom Brennball zum Baseball/Softball: Einführung Brennball. Brennball nach veränderten Regeln: S. entwickeln Regelvariationen unter Berücksichtigung Baseball relevanter Utensilien. Basball/Softball nach vereinfachten Regeln (in der Halle mit Tennisbällen)

X

X

X

X

X


3,4,8

Rugby nach vereinfachten Regeln /Flagfootball

X

X


3,4,8

Völkerball/Zwei-Felderball

X

X

X

X

X


Rückschlagspiele:


2,8

Badminton: Grundlagen: Schlägerhaltung, Spielfeld, reduzierte Regeln. Technik und Taktik im Spiel: kurzer u. hoher Aufschlag, Überkopf-Clear, Drop, Smash, Stellung im Feld - Laufwege, Spielen am Netz, Einführung i. d. Doppelspiel

X

X

X

X

X


2,8

Tischtennis: Grundlagen: Spielregeln, Spielablauf, Zählweise. Übungstechniken: Ballführung, Bewegung mit dem Ball, Angabe Schupfball, Schmetterball, 7er-Tischtennis, Königsrunde

X

X

X

X

X


New Games:


2,3,5,8

Wahrnehmungsspiele, Ultimate-Frisbee, Gordischer Knoten, Aufstand, Fallschirmspiele, Schoßsitzen, Sockenraub u.a.

X

X

X

X

X


andere:


2,3,4,6

Akrobatik, Jonglieren, Rope-skipping, Kooperationsparkours, Klettern, alternative Olympiade, Slackline

X

X

X



3,8

Schülergeleitete Erwärmung, Entwickeln eigener Spiele (SOL), Entwerfen von Unterrichtsstunden oder -teilen

X

X

X


Summe

80 Stunden

80 Stunden

240 Stunden

120 Stunden

80 Stunden


 

12-Minuten-Lauf: Ausdauerleistungstest X X X X
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 14. Juli 2017 um 10:27 Uhr