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Gottlob-Münsinger Pokal 2015

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Gottlob-Münsinger-Wanderpokal 2015

Fußballturnier der vorberuflichen Bildungsgänge (OBF, BQL, BV)
am 17. Juni 2015

Nach dem erstmaligen Gewinn des Pokals im vergangenen Jahr galt es, den Titel zu verteidigen. Ein Jahr lang konnte der Pokal in unserer Vitrine bewundert werden und löste schon frühzeitig bei unseren OBF-Schülern den Wunsch aus, ihn ein weiteres Mal zu gewinnen. Nachdem unser hausinternes Turnier um den Wilhelm-Ostwald-Pokal mangels Masse noch immer ausgesetzt werden musste, stellte dieses Turnier eine der wenigen Möglichkeiten dar, sich im Fußball mit anderen Schulen messen zu können. Auch dieses Jahr war das Turnier als Kleinfeldturnier geplant, bei dem man 6 Feldspieler und einen Torwart einsetzen konnte. Inklusive 5 Ersatzspielern konnte man maximal 12 Spieler einsetzen. Um die erforderliche Spielstärke zu bekommen, musste ich wieder in mehreren Klassen die besten Spieler rekrutieren, um eine Chance bei dem Turnier zu haben. Als einziger Schüler der Siegermannschaft des letzten Jahres war noch Yasin Sentürk mit dabei, der mittlerweile in die dreijährige GTA gewechselt ist. Der Spielmodus sah vor, dass man auch bis zu zwei Schüler aus der 3-jährigen Berufsfachschule rekrutieren konnte. Konnte er der neu zusammengesetzten Truppe die Siegermentalität übertragen, die im letzten Jahr zum Titel gelangt hatte?

Im Einzelnen erschienen:

Klasse BQL 4-2a

Maurice Bonnes

Viktor Osmanovic

Klasse OBF 43
Yousef Alkateb

Jakob Bretschneider

Louis Omoregbee

Klasse OBF 42
Cagdas Kikic

Oguzhan Koyuncu

Jack Krause

Niklas Schier

Alexander Steger

Klasse GTA 41
Ahmad Ali

Klasse GTA 42
Yasin Sentürk

 

Die Mannschaft


Wie im letzten Jahr fand das Turnier wieder ab 8:00 Uhr auf den Kunstrasenplätzen des Friedrich-Ebert-Stadions in der Bosestraße in Tempelhof statt. Da traditionell der Vorjahressieger das Turnier ausrichten muss, oblag es dieses Jahr uns, den entsprechenden Rahmen zu bieten. Daher unterstützten mich die Kollegen Knapp und Dorendorf, die sich um unsere Mannschaft und die Ergebnissicherung kümmerten. Gespielt wurde nach den Regeln des Deutschen Fußballbundes, wobei beliebig viele Spieler ein- und ausgewechselt werden konnten. Weitere  Spielregeln sahen vor, dass ohne Abseits gespielt wurde und Freistöße grundsätzlich indirekt erfolgten. Nach Seitenaus musste der Ball eingerollt werden. Die Spielzeit wurde auf 2 x 15 Minuten festgelegt. Als Schiedsrichter betreuten uns dieses Jahr Kurt Gollup und Udo Zuchantke.

Neben unserer Schule traten noch folgende Schulen an:

 

Teilnehmer:

OSZ Gestaltung (Wilhelm-Ostwald-Schule)

Berufsbildungszentrum Lette-Verein

Georg-Schlesinger-Schule I

Georg-Schlesinger-Schule II

 


Da sich leider nur vier Mannschaften angemeldet hatten, musste jeder gegen jeden spielen. Dadurch konnte es kein Endspiel geben, in dem der Pokalsieger ermittelt wurde, sondern das Team mit dem besten Punkt- und Torverhältnis gewann den Pokal. Um das Turnier attraktiver zu gestalten entschloss ich mich, parallel auf zwei Plätzen spielen zu lassen. So waren alle Mannschaften beschäftigt und hatten die gleichen Pausenzeiten, um sich zu erholen. Während in den Spielen 5 Minuten Pause zwischen den Halbzeiten reichten, gönnten wir den Schülern zwischen den Spielen 10 Minuten.

Spielplan


Platz 1


Platz 2

1. A:B

Georg-Schlesinger-Schule I

OSZ Gestaltung

2. C:D

Lette-Verein

Georg-Schlesinger-Schule II

3. A:C

Georg-Schlesinger-Schule I

Lette-Verein

4. B:D

OSZ Gestaltung

Georg-Schlesinger-Schule II

5. A:D

Georg-Schlesinger-Schule I

Georg-Schlesinger-Schule II

6. B:C

OSZ Gestaltung

Lette-Verein

 

Gleich im ersten Spiel des Tages trafen die beiden spielstärksten Mannschaften aufeinander, was sich für den Verlauf des Turniers als hinderlich erwies. Beide Teams waren in etwa gleich spielstark. Dennoch konnte die GS I mit 1:0 vorlegen und die Führung bis in die zweite Halbzeit halten. Erst kurz vor dem Ende der Partie glich das OSZ Gestaltung aber aus, so dass sich beide Mannschaften mit dem Remis zufrieden geben mussten. Dieses Unentschieden sollte später aber noch den gesamten Turnierverlauf negativ beeinflussen.

Denn im dritten und vierten Spiel spielten die GS I und das OSZ Gestaltung parallel zueinander gegen die beiden anderen Gegner. In diesen beiden Spielen konnte bereits eine Vorentscheidung fallen, je nachdem, wer gewann. Die GS I lag gegen den Lette-Verein schnell mit 3:0 in Führung, während sich das OSZ Gestaltung schwer tat und trotz drückender Überlegenheit kein Tor erzielte. Zu ballverliebt zeigten sich die Spieler, die lieber dribbelten als den freien Mann zu suchen. Erst mit dem Beginn der zweiten Halbzeit platzte der Knoten und das OSZ Gestaltung ging in Führung. Doch die meisten Tore fielen in der anderen Partie. Am Ende hatte die GS I mit 7:2 gewonnen, während auf Seiten des OSZ Gestaltung ein 3:0 stand. Sowohl die GS I als auch das OSZ Gestaltung hatten nun vier Punkte auf der Habenseite. Es war klar, dass der Pokal unter diesen beiden Mannschaften ausgespielt werden musste und die GS II sowie der Lette-Verein bereits abgeschlagen waren. Dennoch mussten die beiden letzten Partien erst gespielt werden, um die Pokalhelden zu ermitteln. Doch ausgerechnet in der fünften Partie trafen die beiden Teams der Georg-Schlesinger-Schule aufeinander, so dass die Befürchtung bestand, dass durch interne Absprache oder einen halbherzigen Kampf die zweite Mannschaft der ersten den Sieg ermöglichen könnte. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn diese beiden Mannschaften die erste Partie des Tages gespielt hätten. Dann wären später Absprachen oder Manipulationen ausgeschlossen gewesen. Doch vor Turnierbeginn konnte man nicht wissen, welche Mannschaften die spielstärksten waren. Hätte in der ersten Partie eine Mannschaft gewonnen, wäre der Turnierverlauf ein anderer gewesen. Die Turnierleitung besprach sich mit den beiden Schiedsrichtern und wir verabredeten, dass bei erkennbarer Manipulation dieses Spiels noch ein direkter Vergleich zwischen der GS I und dem OSZ Gestaltung folgen sollte.

Zunächst begannen die beiden Partien ohne erkennbare Absprachen. Doch nach und nach zeigte sich, dass die Spieler das Fair Play nicht gerade erfunden hatten. Ziemlich schnell fielen auf beiden Seiten die ersten Tore und beide Teams erkundeten gegenseitig den jeweiligen Spielstand, um nicht wegen einem zu schlechten Torverhältnis ins Hintertreffen zu geraten. Inzwischen hatte auch der Lette-Verein seinen Widerstand komplett aufgegeben und ließ sich (offenbar mit Einwilligung) förmlich abschlachten. So schaukelte sich das Torverhältnis abwechselnd immer höher, so dass es zur Halbzeit auf der einen Seite 14:1 stand und auf der anderen 13:0. Es machte keinen Sinn mehr, die zweite Halbzeit anpfeiffen zu lassen und so beendeten die Schiedsrichter das unwürdige Schauspiel. Sowohl die GS I als auch das OSZ Gestaltung hatten nun jeweils 7:1 Punkte erzielt und wollten noch mal im direkten Vergleich gegeneinander spielen. Wären wir nur nach dem Torverhältnis gegangen, hätte die GS I leicht vorn gelegen. Doch durch das unwürdige Schauspiel in den beiden parallel ausgetragenen letzten Spielen wollten wir das Torverhältnis nicht als Siegesgrund anerkennen. Auch eine erneute Partie der beiden Mannschaften gegeneinander erschien uns nicht als sinnvoll, da die Stimmung bereits sehr aufgeheizt war und wir eine ruppigere Auseinandersetzung befürchteten. So sollte das Elfneterschießen über den Pokal entscheiden.

Beide Teams benannten jeweils fünf Schützen, die zur Entscheidung antraten. Der erste Schütze des OSZ Gestaltung vergab und konnte den Ball nicht im Tor unterbringen. Der erste Schütze der GS I hatte jedoch mehr Glück, da sein schon fast gehaltener Elfmeter dem Torwart durch die Hände und den Kopf rutsche und zum 1:0 ins Gehäuse trudelte. Noch war nichts verloren. Doch auch der zweite Schütze des OSZ Gestaltung hatte kein Glück, während der zweite Schütze der GS I zum 2:0 traf. Jetzt musste schon sehr viel Glück her, um das noch zu drehen. Doch auch dem dritten Schützen des OSZ Gestaltung blieb das Glück fern, so dass die Spieler der Georg-Schlesinger Schule aufeinander zuliefen und sich umarmten und den Sieg feierten. Doch noch war nicht Schluss. Rechnerisch war immer noch der Ausgleich möglich. Also mussten sie ihre Jubelarie unterbrechen und erst den dritten Schützen antreten lassen. Mit einem Kracher versenkte auch er seinen Ball im Gehäuse und der Pokalsieger stand fest. Nun durfte richtig gejubelt werden. Denkbar knapp verpasste das OSZ Gestaltung die Verteidigung des Pokals, aber einen zweiten Platz sollte man auch nicht unterschätzen. Dann probieren wir es halt im nächsten Jahr nochmal.

Zweiter Platz

 

Sieger unter sich

 

Alle Ergebnisse der Spiele können Sie diesem (Link) entnehmen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. Juni 2015 um 08:19 Uhr